Frauengymnastik

Manches gedeiht im Verborgenen….

doch WIR gewiss nicht im Stillen

Das kann gewiss jeder / jede bestätigen, der / die Donnerstags kurz vor20.00 Uhr an dem Mädchenumkleideraum der Waldschule im Wenscht vorbei kommt.Da machen WIR uns allmählich warm, erstmals verbal, was laut und deutlich zu hören ist,dann nach 20.00 Uhr jedoch eher ganzheitlich.
Ob mit oder ohne Musik: es wird geturnt !
Von Rückenschule über Problemzonengymnastik, Ausdauertraining, Ballspiele und Wettkämpfe,Stretching, Zirkeltraining, “Wohlfühl – Yoga” und ähnlichen “Gemeinheiten” fällt unsjedes Mal etwas anderes ein, um uns auf Vordermann, Unsinn, natürlich auf “Vorderfrau”zu bringen. Dabei ist jede nach ihren Möglichkeiten dabei, es darf tüchtig geschwitztwerden, muss aber nicht! Das Verbale kommt auch in der gesamten Stunde nicht zu kurz.Wer schwätzt, atmet richtig und das ist ganz wichtig! Eine unserer beliebtestenÜbungen, die wir alle aus dem “Effeff” beherrschen, ist das herzhafte Lachen:Ob beim Entfernen störender Kleidungsteile oder beim gordischen Knoten oder wenn Fraudas Wechseln von Übungen nicht mit bekommet, sind wir gewiss auch außerhalb derTurnhalle deutlich zu vernehmen. Dabei werden im übrigen mehr Muskeln beansprucht,als bei jeder noch so gut ausgewählten Übung!

Aber: Wer sind WIR?
WIR; das sind die ökumenischen Gymnastikfrauen unserer Gemeinden. Uns gibt es nunmehr seit über 30 Jahren. Donnerstags von 20.00 bis 21.00 Uhr ist die Turnhalle der Waldschule außerhalb der Schulferien fest in unserer Hand.
Unseren Namen haben wir schon des Öfteren gewechselt.
Wir hießen mal “Donnerstagsabends-Frauen”, “Kirchenfrauen”, ja sogar schon “Öku- Frauen”!

Clipart Turnen

Doch egal wie man uns nennt, bzw. wie oft wir Übungsleiter bereits gewechselt haben. Es gibt uns weiterhin! 29 Frauen von 27 bis 73 Jahren sind ca. 34 mal pro Kalenderjahr einmal die Woche für eine Stunde aktiv!
Manche Donnerstage benötigen wir für andereAktionen. So wandern wir den letzten Donnerstag vor den Sommerferien mal mehr oderweniger weit (die letzten Male eher sehr wenig weit!) zu einem gemütlichen Lokal,um es uns bei Köstlichkeiten gut gehen zu lassen.
Der letzte Donnerstag vor Weihnachtenist für unsere Weihnachtsfeier im Gemeindezentrum St. Marien reserviert.Unser Singen von Weihnachtsliedern fällt ganz unterschiedlich aus, aber mitGitarrenbegleitung ist es erheblich kräftiger! Besinnliche und auch lustigeGeschichten gehören selbstverständlich dazu. Ebenso das tolle, sehr abwechslungsreicheBüfett – meist ohne Absprache – überrascht mich jedes Jahr aufs Neue!
Das zweite Wochenende im September war die letzten Jahre für unsere “Turntour”fest eingeplant. Begleitet von kleineren Katastrophen z.B. Verspätungen von Zügenund damit verbundenen verpassten Anschlusszügen und “Geblitztwerden” in derUnterführung bis hin zum Motorschaden unseres Schiffes, hatten wir stets viel Spaß,auch wenn der Komfort manchesmal zu wünschen ließ. Aber ganz im Gegenteil:Mit zwölf Frauen gemeinsam im “Rapunzelturm” auf Burg Stahleck in Bacharach ineinem Schlafraum mit einem Bad bzw. Toilette zu verbringen, hatte für mich schonetwas Besonderes! Auch eine Besonderheit bei uns ist, dass die Aufgaben z.B. dasFühren der Anwesenheitsliste, Einsammeln der Beiträge, Organisieren der Fahrten,Tischreservierungen, Versicherungsrechtliche Fragen, Auseinandersetzen mit derStadt Siegen, Schreiben von Glückwunschkarten, Dekoration bei den Weihnachtsfeiern, Vortragen von Geschichten und vielem mehr auf viele Schultern verteilt ist.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für alles Engagement!!! Ebenso für das Durchhalten bei mancher “Durststrecke”, ohne uns gäbe es uns nicht mehr!!!Es gäbe noch viel mehr zu erzählen! Wer mehr wissen will, kann gerne mal bei uns aneinem Donnerstagabend reinschauen und natürlich mit turnen! Wie gesagt, Zeit für einSchwätzchen ist immer, außer Turnschuhen mit heller Sohle und bequemer Kleidung istnichts weiter erforderlich als Spaß am gemeinsamen Bewegen!!!
Also, vielleicht auf bald

Brigitte Allamode

Ausflug der ökumenischen Frauengymnastikgruppe

Am 27.8.2005 war es wieder so weit. Nach Worms, Speyer, Idar-Oberstein, Heidelberg und Bacharach hieß das Fahrtziel der ökumenischen Frauengymnastikgruppe in diesem Jahr „Bremen“. Zu früher Stunde, um 5.15 Uhr, ging es los in Richtung Norden. Trotz langer Fahrtzeit, mit Wochenendticket aber günstig (Frau kann nicht alles haben), kamen wir gegen 11.30 Uhr am Bremer Hauptbahnhof an. Von dort fuhren wir mit der Straßenbahn zu unserem Quartier, der Jugendherberge Bremen, schön gelegen am Hafen mit Blick auf die Weser.

Der Roland und die Gynastikfrauen


250 m vom Stadtzentrum entfernt, war dies der optimale Ausgangspunkt, um die Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Der Samstagnachmittag stand zur freien Verfügung, abends speisten wir gemeinsam in Bremens Mitte. Am Sonntagvormittag stand eine Stadtführung auf dem Programm, bevor wir uns auf die Heimfahrt begaben. Gegen 21 Uhr kamen wir müde aber voller neuer Eindrücke in der Heimat an.






Zusammenfassend sei gesagt: wir haben viel gesehen z.B. den historischen Bahnhof, die Wallmühle, die Stadtmusikanten, den Roland, die Schlachte (Hafen), das Schnoorviertel (Altstadt), den Marktplatz mit dem historischen Rathaus und man (Frau) kann sagen: „Bremen ist eine Reise wert“. Wir danken ganz herzlich Monika Müller für die gute Organisation und Durchführung der Fahrt und Edith Klöfkorn für die Vermittlung der Stadtführung. Alle 15 Frauen waren sich einig: Dies war sicherlich nicht unsere letzte Fahrt. Wenn Frau jetzt Lust bekommen hat, uns kennen zu lernen: Wir treffen uns Donnerstags um 20 Uhr in der Waldschule im Wenscht, um gemeinsam etwas gegen das „Einrosten“ zu tun. Trau dich und komm einfach ganz unverbindlich vorbei. Es macht viel Spaß mit uns und zu „klönen“ gibt es auch immer etwas.

Brigitte Gollos

Die Bremer Stadtmusikanten