Frauengymnastik

 

Manches gedeiht im Verborgenen….

doch WIR gewiss nicht im Stillen

Das kann gewiss jeder / jede bestätigen, der / die donnerstags kurz vor 20:00 Uhr an dem Mädchenumkleideraum der Albert-Schweitzer-Schule im Wenscht vorbei kommt. Da machen WIR uns allmählich warm, erstmal verbal, was laut und deutlich zu hören ist, dann nach 20:00 Uhr jedoch eher ganzheitlich.
Ob mit oder ohne Musik: es wird geturnt !
Von Rückenschule über Problemzonengymnastik, Ausdauertraining, Ballspiele und Wettkämpfe, Stretching, Zirkeltraining, “Wohlfühl – Yoga” und ähnlichen “Gemeinheiten” fällt uns jedes Mal etwas anderes ein, um uns auf Vordermann, Unsinn, natürlich auf “Vorderfrau”zu bringen. Dabei ist jede nach ihren Möglichkeiten dabei, es darf tüchtig geschwitzt werden, muss aber nicht! Das Verbale kommt auch in der gesamten Stunde nicht zu kurz. Wer schwätzt, atmet richtig und das ist ganz wichtig! Eine unserer beliebtesten Übungen, die wir alle aus dem “Effeff” beherrschen, ist das herzhafte Lachen: Ob beim Entfernen störender Kleidungsteile oder beim gordischen Knoten oder wenn Frau das Wechseln von Übungen nicht mit bekommt, sind wir gewiss auch außerhalb der Turnhalle deutlich zu vernehmen. Dabei werden im übrigen mehr Muskeln beansprucht, als bei jeder noch so gut ausgewählten Übung!

Aber: Wer sind WIR?
WIR; das sind die ökumenischen Gymnastikfrauen unserer Gemeinden. Uns gibt es nunmehr seit über 30 Jahren. Donnerstags von 20.00 bis 21.00 Uhr ist die Turnhalle der Albert-Schweitzer-Schule außerhalb der Schulferien fest in unserer Hand.
Unseren Namen haben wir schon des Öfteren gewechselt.
Wir hießen mal “Donnerstagsabends-Frauen”, “Kirchenfrauen”, ja sogar schon “Öku- Frauen”!

Clipart Turnen

Doch egal wie man uns nennt, bzw. wie oft wir Übungsleiter bereits gewechselt haben. Es gibt uns weiterhin! 29 Frauen von 27 bis 73 Jahren sind ca. 34 mal pro Kalenderjahr einmal die Woche für eine Stunde aktiv!
Manche Donnerstage benötigen wir für andere Aktionen. So wandern wir den letzten Donnerstag vor den Sommerferien mal mehr oder weniger weit (die letzten Male eher sehr wenig weit!) zu einem gemütlichen Lokal,um es uns bei Köstlichkeiten gut gehen zu lassen.
Der letzte Donnerstag vor Weihnachten ist für unsere Weihnachtsfeier im Gemeindezentrum St. Marien reserviert. Unser Singen von Weihnachtsliedern fällt ganz unterschiedlich aus, aber mit Gitarrenbegleitung ist es erheblich kräftiger! Besinnliche und auch lustige Geschichten gehören selbstverständlich dazu. Ebenso das tolle, sehr abwechslungsreiche Büfett – meist ohne Absprache – überrascht mich jedes Jahr aufs Neue!
Das zweite Wochenende im September war die letzten Jahre für unsere “Turntour” fest eingeplant. Begleitet von kleineren Katastrophen, z.B. Verspätungen von Zügen und damit verbundenen verpassten Anschlusszügen und “Geblitzt werden” in der Unterführung bis hin zum Motorschaden unseres Schiffes, hatten wir stets viel Spaß, auch wenn der Komfort manchesmal zu wünschen ließ. Aber ganz im Gegenteil: Mit zwölf Frauen gemeinsam im “Rapunzelturm” auf Burg Stahleck in Bacharach in einem Schlafraum mit einem Bad bzw. Toilette zu verbringen, hatte für mich schon etwas Besonderes! Auch eine Besonderheit bei uns ist, dass die Aufgaben, z.B. das Führen der Anwesenheitsliste, Einsammeln der Beiträge, Organisieren der Fahrten,Tischreservierungen, versicherungsrechtliche Fragen, Auseinandersetzen mit der Stadt Siegen, Schreiben von Glückwunschkarten, Dekoration bei den Weihnachtsfeiern, Vortragen von Geschichten und vielem mehr, auf viele Schultern verteilt ist.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für alles Engagement!!! Ebenso für das Durchhalten bei mancher “Durststrecke”, ohne uns gäbe es uns nicht mehr!!! Es gäbe noch viel mehr zu erzählen! Wer mehr wissen will, kann gerne mal bei uns an einem Donnerstagabend reinschauen und natürlich mit turnen! Wie gesagt, Zeit für ein Schwätzchen ist immer, außer Turnschuhen mit heller Sohle und bequemer Kleidung ist nichts weiter erforderlich als Spaß am gemeinsamen Bewegen!!!
Also, vielleicht auf bald

Gerlinde Schäfer