Grüner Hahn

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Umweltbericht der Ev.-Ref. Kirchengemeinde Klafeld (pdf – Format)


„Grüner Hahn“

– ein Umweltmanagement für Kirchengemeinden –

„Umweltmanagement ist ein systematischer Weg vom Reden zum Tun in der Kirche, der die Glaubwürdigkeit der Kirche nach innen und außen stärkt, in dem kirchlicher Umweltschutz kontinuierlich verbessert und gleichzeitig motivierende, beteiligungsorientierte Strukturen der Zusammenarbeit gefunden werden. Kirchliches Umweltmanagement erschließt und fördert den Reichtum an Fähigkeiten und Talenten unter den Gemeindegliedern.“

„Was ist das schon wieder Neues ?“, werden viele von Ihnen fragen.

Einfach ausgedrückt: Der „Grüne Hahn“ ist ein Umweltmanagement für Kirchengemeinden, das man als „Gebrauchsanweisung“ in Umweltfragen heranziehen sollte.

Der Umweltausschuss befasst sich bereits seit längerem mit dem Thema „Grüner Hahn“. Er sowie das Presbyterium wurden in der Sitzung vom 20.01.2010 von Herrn Hartwig Göbel und Herrn Reiner Jung (Umweltbeauftragte der Gemeinden Niederschelden und Kaan-Marienborn) ausführlich über das Projekt „Grüner Hahn“ informiert.

Zunächst einmal werden mit Hilfe des „Grünen Hahns“ (Umweltmanagements) generelle Umweltziele der Kirchengemeinde beschrieben, d.h. es werden Umweltleitlinien formuliert. Es erfolgt dann eine Bestandsaufnahme in den Bereichen Stromverbrauch, Heizung, Wasser und Gebäude, etc. Hierbei kommen Stärken und Schwächen zutage, die die Grundlage für die Entwicklung des Umweltprogramms der Kirchengemeinde darstellen. Aus den so ermittelten Werten wird ein Programm entwickelt, das Ziele formuliert, Maßnahmen einleitet und Abläufe dokumentiert, um eine Verbesserung des Umweltschutzes zu erreichen. Der Aufbau eines einfachen Umweltmanagementsystems, in dem die Verantwortlichkeiten für die Durchführung der geplanten Maßnahmen, regelmäßige Erfolgskontrollen und die systematische Weiterentwicklung des Umweltschutzes geregelt sind, schließt sich an.

Um uns als Kirchengemeinde auf diesen richtigen und notwendigen Weg machen zu können, hat das Presbyterium nach eingehender Beratung beschlossen, dass zunächst einmal mindestens 2 Gemeindemitglieder an einem Einführungsseminar zum „Grünen Hahn“ im Februar teilnehmen sollen.

Selbstverständlich werden auch Sie noch eingehender über das Projekt „Grüner Hahn“ informiert, u.a. auf unserer Internethomepage sowie bei der nächsten Gemeindeversammlung am 10. März 2010 um 19.45 Uhr im Anschluss an den Passionsgottesdienst in der Talkirche.

Bei dieser großen und wichtigen Aufgabe benötigen wir natürlich noch interessierte und engagierte Helfer, die sich für dieses Projekt einsetzen wollen.

Haben wir Ihre Neugier und Ihr Interesse geweckt ?

Wenn Sie sich vorstellen können, bei dieser Aufgabe mitzuarbeiten, sprechen Sie uns an !

Da kräht doch kein Hahn nach, oder doch?

Umweltmanagement in ev. Kirchengemeinde Klafeld auf den Weg gebracht

Doch, da kräht ein Hahn nach. Zumindest seit vergangenem Sonntag (4. Juli) in der ev. Kirchengemeinde Klafeld. Einen „Tag der Schöpfung“ feierte die ev. Kirchengemeinde in der Talkirche und erinnerte die Gottesdienstbesucher an die Verantwortung, einen nachhaltigen Lebensstil zu entwickeln und die Erde nicht unnötig zu belasten.

Da kräht doch kein Hahn nach, wie hoch der Stromverbrauch der Kirchengemeinde ist, oder ob Blumen aus Übersee mit Flugzeugen nach hier gebracht werden, oder ob große Autos mit einem hohen Verbrauch gekauft werden. Und das alles wider besseres Wissen und die Vernunft, wurde in einem Sketch im Gottesdienst deutlich.

Das, so hat das Presbyterium es einstimmig beschlossen, soll in der Kirchengemeinde Klafeld jetzt anders werden. Sieben Gemeindeglieder unter der Leitung von Burkhard Leidel bilden das neue Umweltteam der Kirchengemeinde und sollen ein Umweltmanagement einführen. Mit unterschiedlichen Begabungen und Berufserfahrung, so hoffen die Ehrenamtlichen, wird das Vorhaben gelingen. Zwei der Ehrenamtlichen werden in speziellen Seminaren der Landeskirche geschult und es beginnt die Bestandsaufnahme der Gebäude. Wie viel Strom verbraucht die Talkirche im Jahr? Wo können Energiesparlampen eingesetzt werden? Wo ist in kirchlichen Gebäuden zusätzliche Dämmung notwendig, um Heizenergie zu sparen? Sind die Heizungsanlagen optimal eingestellt und auf dem neuesten Stand?

Ein großer Grüner Hahn mit etlichen im Gottesdienst gesammelten Ideen als Federschmuck erinnert künftig in der Kirchengemeinde Klafeld an schonendes Umweltverhalten. Das neue Umweltteam unter der Leitung von Burckhard Leidel (3. v. l.) und mit Gemeindepfarrer Fank Boes (2. v. r.).

Zur Erinnerung an das Vorhaben der Kirchengemeinde hatte Burkhard Leidel einen großen Grünen Hahn aus Holz gebaut. Der Grüne Hahn ist das Symbol der westfälischen Landeskirche für das Umweltmanagement.

Im Gottesdienst hatten die Gemeindeglieder und Gäste Gelegenheit darüber nachzudenken, was der Grüne Hahn in der Kirchengemeinde und in Privathaushalten bewirken könnte. Heraus kamen beispielsweise: Das Wasser abdrehen beim Zähneputzen; kurz zu Duschen, statt zu baden; im Winter die Raumtemperatur abzusenken und Socken anzuziehen; weniger Auto zu fahren. Es sind nur wenige der vielen Beispiele, die zutage traten. Die Ideen wurden auf Pappstücke in unterschiedlichen Farben geschrieben. Die ergaben das bunte Federkleid des Grünen Hahnes.

Für die Kirchengemeinde Klafeld ist Schöpfungsverantwortung schon seit langem ein Thema, wenn auch noch nicht in dieser Konsequenz. Seit 24 Jahren gibt es einen Ausschuss zur Bewahrung der Schöpfung und der Gottesdienst zum Tag der Schöpfung wurde in diesem Jahr zum neunten Mal gefeiert. Regelmäßig werden gemeinsame Freizeitaktivitäten unter dem Motto „Autofrei und Spaß dabei“ angeboten.

Am Beffchen des Pfarrers erinnert der Grüne Hahn frech an die kirchliche Verantwortung in Sachen Umweltschutz.

Aber es geht nicht nur um die kirchlichen Aktivitäten und Gebäude. Auch die Gemeindeglieder sollen sensibilisiert werden in ihrem eigenen Verhalten auf Umweltschutz zu achten. Zur Erinnerung erhielten alle Gottesdienstbesucher eine Sonnenblumenpflanze und einen gebastelten Grünen Hahn an einer kleinen Wäscheklammer aus Holz.

kp
(Fotos Karlfried Petri)

Neues vom Grünen Hahn

Der Grüne Hahn freut sich über seine 85 bunten Federn, die Sie ihm am Schöpfungs-gottesdienst angeheftet haben. Sie haben tolle Vorschläge und Anregungen fürs Schöpfungbewahren aufgeschrieben. Dabei wurden Vorschläge zu folgenden Themen gemacht: Verkehr (30x), Stromsparen (30x), Heizen und Lüften (21x), Wasser sparen (18x), nachhaltiges Einkaufen (12x), Müll vermeiden (11x), und speziell für Kirchen und Gemeinderräume (5x).

Heute kräht der Grüne Hahn zu Beginn der kalten Jahreszeit mit diesen und weiteren Tipps für sparsames Heizen und richtiges Lüften.

Richtig Heizen

  • Vor Beginn der Heizperiode Heizungsanlage warten und Nachtabsenkung einstellen lassen.
  • Thermostatventile richtig nutzen.

Die Merkzahl auf dem Einstellknopf steht für folgende Temperaturen:

  • Sternchen (ca.6°C) Frostschutzstellung
  • Merkzahl 1 (ca.12°C), Absenkstellung
  • Merkzahl 2 (ca. 16°C)
  • Merkzahl 3 (ca.20°C), Grundeinstellung für Zimmertemperatur
  • Merkzahl 4 (ca. 24°C)
  • Merkzahl 5 (ca. 28°C)

Thermostatventile halten automatisch die vorgewählte Raumtemperatur und bleiben solange geöffnet bis diese erreicht ist.
Ungenutzte Räume auf 1 oder 2 zurückstellen. Frostschutzstellung ist nur bei längerer Abwesenheit sinnvoll.
Heizkörper sollten nicht verkleidet, zugestellt oder von langen Vorhängen verdeckt sein, damiit die Wärme besser zirkulieren und der Raum günstiger beheizt werden kann.

  • In der Dunkelheit Rollläden und Fensterläden schließen.
  • Für gute Dichtungen an Fenstern und Türen sorgen.
  • Türen immer schließen.

Richtig Lüften

Gekippte Fenster lüften wenig und lassen viel Wärmeenergie ins Freie entweichen. Deshalb Stoßlüften (kurz das Fenster ganz auf), kein Dauerlüften auf kipp.Dabei immer Thermostatventile schließen, sonst geht bei geöffneten Fenstern viel Wärme ins Freie.

Damit uns ein Licht aufgeht !

Der „Grüne Hahn“ informiert zum Thema Energiesparlampen (ESL)

Energiesparlampen (ESL) haben gegenüber Glühlampen einen bedeutend höheren Wirkungsgrad. Um die gleiche Helligkeit zu erreichen, benötigt eine ESL nur 1/5 der Leistung einer Glühlampe, verbraucht also 80% weniger Energie. Deshalb sollen nach EU-Verordnung Glühlampen nach und nach vom Markt genommen und durch alternative Leuchtmittel (z.B. ESL, LED) ersetzt werden.

  • 20 W – ESL ersetzt eine 100 W – Glühlampe
  • 12 W – ESL ersetzt eine 60 W – Glühlampe
  • 5 W – ESL ersetzt eine 25 W – Glühlampe

Die ESL haben eine längere Lebensdauer, was den höheren Preis rechtfertigt.

Die neueren ESL sind unempfindlicher gegen häufiges Ein- und Ausschalten.

Ebenso gibt es warmweiße ESL, die man in den meisten Geschäften brennen sehen kann, um den gewünschten Farbton auszusuchen. Vorsicht bei billigen ESL, da diese die Herstellerversprechen oftmals nicht halten ! Ein Problem hat die ESL: Sie enthält geringe Mengen Quecksilber. Deshalb dürfen verbrauchte ESL nicht im Restmüll entsorgt werden. In einer Sendung des Fernsehens wurde übergroße Angst wegen des Quecksilbergehaltes geschürt. Tatsache ist, dass ein altes Quecksilberthermometer so viel Quecksilber enthält wie heute 500 ESL. Das Quecksilber kann nur bei Bruch entweichen. Geht eine ESL zu Bruch, sofort Fenster öffnen, die Reste zusammenfegen, in einen Plastikbeutel fest verschließen und diesen bei der ESL – Sammelstelle abgeben. Verbrauchte und zerbrochene ESL nehmen folgende Sammelstellen an:

  • Bauhof der Stadt Siegen in Kaan-Marienborn
  • Elektroabteilung der Baumärkte OBI, Bahr und Hellweg
  • Heike Strohm in Geisweid bei Neukauf einer ESL

Trotz dieser Problematik: Die ESL sparen Energie,

  • ersparen der Umwelt CO2 ,
  • schonen Ihren Geldbeutel.

Ihr Umweltteam vom „Grünen Hahn“


Tipps vom „Grünen Hahn“ zum Umgang mit Geschirrspülmaschinen

Die neuen Maschinen bieten heute viele umweltfreundliche Aspekte. Sie verbrauchen weniger Wasser und Strom.

Aber wie steht es mit den Reinigungsmitteln ?

Folgendes ist wichtig:

    Das Wasser in Siegen hat einen extrem niedrigen Härtegrad von 4,8 dH.

      von 0 dH bis 7 dH = weiches Wasser
      ab 21 dH = hartes Wasser

Je weicher das Wasser, umso weniger Spülmittel werden benötigt, und ein Enthärter kann entfallen.

Obwohl wegen der Bequemlichkeit immer mehr Multifunktionstabs gekauft werden, rät der Fachhandel zu Pulver und zeigt „Stiftung Warentest“ im Heft 5/2011, dass die Pulver besser sind:

  • mit Tabs wird meist überdosiert
  • Pulver ist wirksamer und individuell dosierbar
  • Pulver enthält keinen Enthärter (in Siegen nicht nötig !)
  • Pulver ist umweltfreundlicher
  • Pulver ist bedeutend billiger

Hierbei ist allerdings darauf zu achten, dass Klarspüler im Vorratsbehälter ist.

Ganz ohne Gewässerbelastung geht es noch nicht, obwohl die Mittel schon bedeutend umweltverträglicher geworden sind. Deshalb ist es wichtig, bei unserem weichen Wasser niedrig zu dosieren und nur volle Maschinen anzustellen.

Ihr Umweltteam vom „Grünen Hahn“

Informationen vom „Grünen Hahn“

Damit Sie in der Gemeinde erfahren, welche Ziele und Konzequenzen mit der Beteiligung am Umweltmanagement „Grüner Hahn“ verbunden sind, geben wir die Umweltleitlinien, die am 17.02.2011 einstimmig vom Presbyterium beschlossen worden sind, wie folgt bekannt:

Umweltleitlinien

  1. Wir prüfen und dokumentieren kontinuierlich die Umweltschutzaktivitäten unserer Kirchengemeinde.
  2. Wir wollen in Zukunft Belastungen und Gefahren für die Umwelt verringern und, wo es möglich ist, vermeiden. Dabei setzen wir bestverfügbare Produkte und Technik ein, soweit es wirtschaftlich vertretbar ist.
  3. Wir verpflichten uns zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und überprüfen dies jährlich.
  4. Wir bevorzugen umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen und legen bei unseren Partnern ökologische Maßstäbe an.
  5. Dem schonenden Umgang mit Rohstoffen und Energie kommt besondere Bedeutung zu.
  6. Gemeindeglieder und Öffentlichkeit werden regelmäßig über unsere Umweltaktivitäten informiert.
  7. Wir sorgen dafür, dass Gruppen und Kreise sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv in den Prozess einbezogen werden. Ihre Anregungen werden aufgenommen und berücksichtigt.
  8. Wir verpflichten uns, den „Grünen Hahn“ dauerhaft einzuführen und sein Fortschreiten jährlich zu überprüfen.

Es ist uns wichtig, dass diese verbindlichen Leitlinien im Alltag der Kirchengemeinde bei allen Mitarbeitern und den einzelnen Gemeindegliedern präsent sind und unser Handeln bestimmen.

Ihr Umweltteam vom „Grünen Hahn“

Umwelttipps zur Weihnachtszeit

Immer wieder bringt die Advents- und Weihnachtszeit Belastungen für Mensch und Umwelt mit sich. Hierzu gehören u.a. steigender Warenkonsum, erhöhtes Verkehrsaufkommen und wachsende Müllberge.
Selbstverständlich gehört zu dieser Zeit, dass wir einander Freude bereiten, indem wir uns gegenseitig beschenken. Dennoch sollte sich jeder beim Schenken Gedanken machen, was sinnvoll, nötig und umweltverträglich ist.
Natürlich wollen wir niemandem die Freude am Schenken verderben, aber ein Nachdenken, wie man möglichst persönlich, originell und nützlich schenken kann, liegt uns am Herzen. Umweltverträgliches Schenken muss auch nicht immer teuer sein:

  • ein Gutschein über Zeit füreinander, z.B. Wandern, Vorlesen, Spielen u.a.,
  • selbstgemachte Leckereien, z.B. Marmelade, Pralinen, Gebäck oder Brotaufstriche,
  • selbstgebastelte Grußkarten,
  • selbstgestaltete Geschenke, z.B. Fotokalender, Strickwaren, Selbstgenähtes u.a.,
  • ein Gutschein für ein selbstgekochtes Essen,
  • ein Gutschein für Kino oder Schwimmbad,
  • Energiesparlampen,
  • stromsparende Elektrogeräte,
  • ein solarbetriebenes Gerät wie Taschenrechner, Spielzeug oder Armbanduhr,
  • Präsentkorb mit ökologisch angebauten Lebensmitteln mit Biosiegel,
  • Produkte aus fairem Handel wie Kaffee, Tee, Kakao, Schokolade, Kleidung und mehr,
  • Spendengutscheine oder Patenschaften,
  • und vieles mehr.

Wie wäre es, wenn wir wiederverwendbare oder gebrauchte Verpackungen nutzen, indem wir Kartons oder Dosen bekleben, Baumwolltragetaschen und Geschirrhandtücher verwenden, Recyclingpapier bevorzugen oder auf das Einpacken ganz verzichten. Ein schöner Anhänger tut es auch.

Wir wünschen allen eine ruhige und gesegnete Advents- und Weihnachtszeit, einen besinnlichen Jahreswechsel und danken allen für ihr Engagement beim Bewahren der Schöpfung.

Ihr Umweltteam vom „Grünen Hahn“
Ihr „Ausschuss zur Bewahrung der Schöpfung“

Neues vom „Grünen Hahn“


1. Wechsel des Stromanbieters

Die Kirchengemeinde Klafeld-Geisweid hat sich dem Stromanbieterwechsel des Kirchenkreises Siegen angeschlossen.

Unser neuer Anbieter ist die Firma „Naturstrom“, die Ökostrom aus 100% erneuerbaren Energien liefert (Wind, Wasser, Sonne, Biomasse) und die ihre Gewinne zum größten Teil auch wieder in neue Ökostromanlagen investiert.
Naturstrom ist Testsieger bei Ökotest im Mai 2011, Testsieger bei Stiftung Warentest im Oktober 2009 und Testsieger beim Deutschen Institut für Servicequalität im März 2010.
Somit bezieht die Gemeinde jetzt nicht nur günstigen, sondern auch ökologisch unbedenklichen Strom.

Wie wäre es? Hätten Sie nicht auch Lust, unserem Beispiel zu folgen? Es ist einfacher als Sie denken!

2. Effizienzpumpen für die Heizungsanlage

Sie haben sicherlich schon gehört, dass wir 2.000 € für den 2. Platz beim „Förderpreis Klimaschutz Siegen-Wittgenstein“ gewonnen haben.

Wir freuen uns sehr, dass wir dafür 8 Effizienzpumpen für Heizungsanlagen in unseren Gebäuden anschaffen können. Das bedeutet eine Einsparung von 40 bis 50 € Stromkosten und 500 kg C02 pro Pumpe und Jahr!

Wie wäre es ? Auch Sie könnten prüfen lassen, ob sich so eine Investition, die sich bereits nach wenigen Jahren amortisiert, für Sie in Frage kommt, um längerfristig Kosten und C02 einzusparen.

3. Energie- bzw. Stromkostenmessgeräte

Kennen Sie Ihre Energiefresser im Haushalt ?

Es gibt eine einfache Möglichkeit herauszufinden, welches Gerät wie viel Strom verbraucht, indem man ein Energie- bzw. Stromkostenmessgerät zwischenschaltet.
Damit Sie es nicht extra kaufen oder in Siegen bei der Verbraucherzentrale ausleihen müssen, bietet der „Grüne Hahn“ an, ein solches Gerät gegen 10,- € Pfand für einen Monat bei uns auszuleihen. Ein Anruf genügt: Tel.-Nr. 82929, 88923 oder 8706685

4. Grüner Briefkasten

In Zukunft sollen Sie die Gelegenheit haben, in einem „Grünen Briefkasten“ vom „Grünen Hahn“ Ihre Ideen, Vorschläge, Fragen und auch Kritik loszuwerden.
Sie werden ab Januar einen solchen im Tal und im Wenscht vorfinden.

Wir sind gespannt auf Ihre hoffentlich rege Beteiligung, mit der Sie unsere Arbeit unterstützen können.

DER GRÜNE HAHN

Neues vom „Grünen Hahn“

„Ganz schön kalt heute beim Gottesdienst! Können wir die Kirche nicht wärmer heizen? Müssen wir jetzt schon beim Gas/Öl sparen?“ So oder ähnlich sind oft die Aussagen der Besucher am Sonntagmorgen nach dem Kirchgang. Liebe Kirchengemeinde, wir möchten das Vorurteil ausräumen, dass die Kirche nur aus Energiespargründen gering beheizt wird.
Kirchen sind nicht nur was die Beheizung angeht ein Sonderfall, man kann sie mit Wohngebäuden nicht vergleichen. Abgesehen von der Nutzung unterscheiden sich Kirchen von anderen Gebäuden auch durch die Größe und Raumhöhe sowie die schlechte Dämmung der Gebäudehülle.
Diese Faktoren machen eine Beheizung auf Wohnzimmer-Temperaturen nahezu unmöglich.
Ein weiterer Grund der niedrigen Temperatur im Innenraum sind die spezifischen baulichen Eigenheiten des „Denkmals Kirchengebäude“. Der Erhalt der geschützten Bausubstanz und Einbauten steht an erster Stelle.
Diese bestehen aus natürlichen Baustoffen, zum Beispiel sind Orgel und Bänke aus Holz.
Auf zu rasche Temperaturschwankungen und damit Änderung der Luftfeuchtigkeit reagiert die empfindliche Orgel mit Ausdehnen und Schrumpfen des Werkstoffes. Je kleiner diese Schwankungen sind, desto besser geht das Holz wieder in den Ursprungszustand zurück, desto geringer sind die Schäden an unserem durch Spenden finanziertem Instrument. Reparaturen an der Orgel sind meist recht kostspielig.
Die Veränderung der Raumtemperatur sollte möglichst langsam erfolgen, d.h. maximal 1,5° C je Stunde. Die Grundtemperatur außerhalb der Nutzung sollte ca. 8-10° C betragen. Um die relative Luftfeuchte zwischen den empfohlenen 50-70% zu halten, soll die Raumtemperatur je nach Witterung 15-18°C nicht überschreiten.
Unser Ziel muss es sein, einen Kompromiss zwischen der Nutzung des Kirchenraums durch die Gottesdienstbesucher und dem Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes zu erreichen.
Zugegeben, eine Raumtemperatur von 15°C ist nicht unbedingt behaglich, aber wer von den Kirchenbesuchern geht im Winter ohne Jacke oder Mantel vor die Tür?
Wir möchten Sie bitten, beim nächsten Frösteln auch an die Orgel und die Umwelt zu denken.

Ihr Umweltteam vom Grünen Hahn

Übrigens: Im Wohnungsbaubereich gilt die Formel „Absenken der Raumtemperatur um 1°C spart ca. 6% Energie“

Neues vom „Grünen Hahn“

Die regelmäßige Autowäsche ist mittlerweile eine Selbstverständlichkeit für jeden Autobesitzer geworden. Wenn die Sonne strahlt, soll auch das Auto blitzen! Jedes Wochenende bietet sich dasselbe Bild. In Hauseinfahrten und an Straßenrändern wird mit Hochdruckreinigern, Putzeimern und Autoshampoo dem Schmutz zu Leibe gerückt. Dabei gelangen Pflegemittelreste, aber auch Öle, Fette und Ruß, die bei der Wäsche vom Auto abgewaschen werden, direkt in den Boden und das Grundwasser oder aber über die Regeneinläufe auf Hof und Straße in die Abwasserkanäle und damit entweder direkt in ein Gewässer oder in die kommunale Kläranlage. Diese ist für die Behandlung von Ölen und Fetten nicht ausgelegt.

Drei Waschverfahren stehen zur Diskussion:

  • die Handwäsche vor der Haustür
  • Selbstbedienungswaschplätze, an denen der Kunde dem Schmutz mit Hochdruckreiniger und Bürste zu Leibe rückt
  • Waschanlagen, die entweder das Auto auf einem Förderband durch die Waschstraße ziehen oder als sogenannte Portalanlagen wie eine Brücke über das Auto hinwegfahren.

Was ist erlaubt?

In der Stadt Siegen ist das Reinigen von Fahrzeugen vor der Haustür nur mit klarem Wasser ohne Reinigungszusätze erlaubt. Alle Reinigungen, bei denen Öl, Altöl, Benzin oder ähnliche Stoffe in das öffentliche Kanalnetz, den Boden oder in das Grundwasser gelangen können sind unzulässig. Dazu gehört auch die Benutzung von Hochdruckreinigern. Durch den hohen Druck werden Öle und Fette soweit zerkleinert und zerstört, dass sie mit dem Wasser eine schwer abbaubare Emulsion bilden.

Kritisch ist die Autowäsche besonders in Gebieten, in denen die Abwasserbeseitigung im Trennsystem erfolgt, d.h. Schmutz- und Regenwasser werden in getrennte Kanäle abgeleitet. Hier gelangt das Reinigungswasser über den Regeneinlauf vom Hof, der Straße und dem Regenwasserkanal direkt in das Gewässer. In unserer Kirchengemeinde gibt es dieses Trennsystem in den Ortsteilen Nieder- und Obersetzen, Dillnhütten sowie im Ortsteil Birlenbach in einigen Straßen des Neubaugebiets ‚Am Zäunchen‘ und bei einigen Hausgrundstücken, die unmittelbar an ein Gewässer grenzen. Hier sollte besonders darauf achtgegeben werden, dass durch die Autowäsche keine Gewässerverunreinigung erfolgt (Straftatbestand).

Besser in die Waschanlage

Experten schätzen, dass das Durchschnittsauto in Deutschland ca. 17 mal pro Jahr gewaschen wird. Dies ergibt ca. 561 Mio. Autowäschen im Jahr.

Der Wasserverbrauch bei der Handwäsche liegt in der Regel weit über dem Verbrauch in einer Autowaschanlage. Optimal waschen Sie Ihr Auto in einer Waschanlage mit einer Wiederaufbereitungsanlage für das Schmutzwasser. Mehr als 80 % des Wassers können hier wiederverwendet werden.

Tipps

  • Nutzen Sie Waschanlagen oder Selbstbedienungswaschplätze und kombinieren Sie diese Fahrt am besten mit der Erledigung von Einkäufen. Sie vermeiden so Schadstoffe und sparen Sprit.
  • Häufige Autowäsche kratzt am Lack. Darum sollten Sie Ihr Auto allenfalls alle 4 – 6 Wochen waschen.
  • Nach einem Regen ist der Schmutz eingeweicht und löst sich bei der Wäsche leichter. Vogeldreck und klebrige Blattausscheidungen lassen sich auch mit einem Schwamm beseitigen, dazu ist keine komplette Wäsche nötig.
  • Wasch- und Wachsmittel sollen einen witterungsbeständigen Film auf Ihrem Auto bilden, der vor Rost, Schmutz und Auftausalz schützt. Bei dem Gebrauch von kombinierten Wasch- und Wachsmitteln landet jedoch ein großer Teil der Inhaltsstoffe im Abwasser statt auf Ihrer Motorhaube, und der ohnehin dünne Schutzfilm auf Ihrem Auto bleibt nur wenige Tage erhalten.
  • Greifen Sie zu einem Hartwachs. Dieser schützt Ihren Wagen zwei bis drei Monate. Besonders empfehlenswert ist Carnaubawachs, welches aus der Carnauba-Palme gewonnen wird.
  • Spezial-Felgenreiniger sollen die Felgen zum Glänzen bringen. Manche enthalten Salz- und Phosphorsäure, die zwar für kurze Zeit Glanz erzeugen, das Metall langfristig jedoch verätzen. Greifen Sie lieber zu einer nicht zu harten Bürste.
  • Auf Insektenententferner können Sie verzichten, wenn Sie über Nacht eine nasse Zeitung auflegen. Danach lassen sich die Insekten mit Schwamm und warmen Wasser entfernen.
  • Silikon-Spray für Dichtungen wird verwendet, damit die Dichtungen nicht brüchig werden und im Winter nicht festfrieren. Dieselbe Wirkung hat auch ein Hirschtalgstift, der ebenfalls im Handel erhältlich und bedeutend umweltverträglicher ist.
  • Kunststoffoberflächen lassen sich gut mit Seifenlauge reinigen; Silikon-Spray erzeugt zwar eine glänzende Oberfläche, ist aber umweltschädlicher als Seife und bei Sonneneinstrahlung können die Flächen blenden.
  • Cockpitspray soll u. a. für “Neuwagen-Duft“ in Ihrem Auto sorgen. Um den Geruch von z. B. kaltem Rauch loszuwerden, können Sie auch einfach einen aufgeschnittenen Apfel über Nacht im Innenraum liegenlassen.

Und denken Sie daran:
Eine saubere Umwelt ist wichtiger als ein sauberes Auto, und wenn man ab und zu das Fahrad nimmt, wird das Auto weniger schmutzig.

Ihr Umweltteam vom Grünen Hahn


Neues vom „Grünen Hahn“

„Der Grüne Hahn deckt defekt im WC-Spülkasten auf!“

Der „Grüne Hahn“ in der Gemeinde hat sich zur Aufgabe gemacht sinnvoll und mit den uns von Gott zur Verfügung gestellten Ressourcen im Kirchenalltag umzugehen.

Durch die regelmäßig von den Mitarbeitern des „Grünen Hahn“ in den Gemeindegebäuden abgelesenen Zählerstände für Strom, Wasser und auch Gas können besonders hohe oder niedrige Verbrauchswerte schnell erkannt werden.

Ganz aktuell konnte man durch die regelmäßige Überprüfung des Wasserverbrauchs in der Talkirche dazu beitragen, nach der Ursache für einen erhöhten Wasserverbrauch zu forschen. Bei der Überprüfung der Toilettenanlagen in der Talkirche wurde so festgestellt, dass die Spülgarnitur im WC-Spülkasten nicht mehr richtig funktionierte. Dieses hatte zur Folge, dass das Wasser unkontrolliert an der Dichtung vorbei in das WC und somit ungenutzt in die Kanalisation abfloss. Der Austausch des defekten Ventils konnte umgehend vorgenommen werden, und kostete nur ein paar Euro.

Eine negative Überraschung bei der zum Ende eines jeden Jahres erstellten Jahresabrechnung der Siegener Versorgungsbetriebe, verbunden mit einer entsprechenden Nachzahlung, konnte so vorgebeugt werden.

Fazit:
Wie Sie sehen, bedeutet die Arbeit des „Grünen Hahn“ nicht nur die eingesetzten Ressourcen einzusparen, sondern auch deren Nutzung zu überwachen.
An dieser Stelle möchte das Team vom „Grünen Hahn“ auch Ihnen empfehlen ihren Strom-, Wasser- und auch Gasverbrauch regelmäßig zu notieren, um so Verbrauchsauffälligkeiten nicht erst am Ende eines Jahres mit der anstehenden Jahresabrechnung präsentiert zu bekommen.

Sollten Sie Fragen zur Arbeit des „Grünen Hahn“ haben oder an einer Mitarbeit interessiert sein, sprechen Sie uns an.
Burkhard Leidel (82929) oder Armin Gotthardt (8902685) informieren Sie gerne.

Ihr Umweltteam
vom „Grünen Hahn“


Informationen vom „Grünen Hahn“

„Uhhhhhh, das riecht aber streng!“

So konnte man kürzlich die Alu-Sammler beim Öffnen des Deckels, der hinter dem Turm der Wenscht-Kirche aufgestellten Alu-Sammeltonne, hören.

Hier sind die Alu-Sammeltonnen vom Ausschuss zur Bewahrung der Schöpfung aufgestellt, um innerhalb unserer Gemeinde den wertvollen Rohstoff Aluminium zu sammeln, und dem Wertstoffkreislauf wieder zu zuführen. Leider entsprechen nicht alle eingeworfenen Materialien den, für die Alu-Sammlung geforderten, Anforderungen. In der Alu-Tonne ist z. B. eine vom Grillen mit Fett versehene Alu-Schale eingeworfen worden. Vermutlich lag diese Aluschale schon einige Tage in der Alu-Sammeltonne, und verbreitete bei den recht hohen Außentemperaturen dort seine Gerüche. Gar nicht auszudenken, welcher ge-sammelte „kulinarische“ Gesamteindruck die Mitglieder vom Ausschuss zur Bewahrung der Schöpfung, sowie freiwillige Helfer, regelmäßig beim Alu sortieren – das 2 mal pro Jahr erfolgt – erreicht.

Um die „Sammlerfreude“ nicht zu mindern, hier nun einige Hinweise zum Alu-Sammeln. Gesammelt werden alle Formen von Aluminium. Es gibt verschiedene Materialien, welche mit einer gummierten Beschichtung versehen sind, und dann so wie Alu aussehen. Dieses Material sammeln wir nicht! Neben den Aluminium-Deckeln von Joghurtbechern sammeln wir natürlich auch all das Aluminium, das so im Haushalt anfällt. Nicht zu vergessen ist dabei die Aluminiumfolie, die uns unsere Döner- und Gyros-Verkäufer, meist sehr großzügig, um unsere Speisen wickeln, damit unser Essen auf dem Weg nach Hause nicht so schnell kalt wird.

Ein ganz wichtiger Punkt ist die Sauberkeit. Bitte nur gesammeltes Aluminium in die Sammeltonne geben, das sauber ist, und keine Speisereste mehr enthält. Eigentlich ist das recht einfach. Sie brauchen nur mit einem Spüllappen über den Deckel z. B. vom Joghurtbecher zu wischen, bevor Sie diesen in das Sammelbehältnis geben. Dann macht das Alusammeln allen Freude, und bei der nächsten Sortieraktion bleiben Geruchsattacken auf die Riechorgane der Sortierenden aus.

Ihr Umweltteam vom „Grünen Hahn“